Aernschd Born – Fukushima Shuffle

Der Basler Liedermacher und Aktivist für Nie wieder Atomkraftwerke (NWA) Aernschd Born bringt’s singend und klampfend auf den Punkt. Für Ausserbasler sogar mit Untertiteln. Hat richtig Schmiss, wie die Alten früher sagten.

Das Lied sang er übrigens am vergangenen Ostermontag an der Demonstration des Basler Dreiländerecks gegen das Atomkraftwerk Fessenheim, das älteste Frankreichs, unpraktisch schön zentral zwischen Basel, Colmar, Mulhouse und Freiburg gelegen.

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Basler Zeitung: Ohne uns

Zu gut, um es in den neuen Schlagzeilen untergehen zu lassen… und weil die Baz selber bisher nicht darüber berichtet…

Vizechefredaktor verlässt seinen Posten neben Markus Somm, die Redaktion drischt auf ihren Chefredaktor ein, und dem anfangs mit Fanfaren empfangenen Heilsbringer Moritz Suter gehen langsam aber sicher die Vorschusslorbeeren aus. Das muss wehtun. Vor allem weil wohl die Operation “Eine neue Gallionsfigur gegen den Abo- und Werbeschwund” durchsichtig wird, und wenn, wie immer, die besten RedaktorInnen zuerst neue Stellen woanders gefunden haben, die Basler Zeitung in punkto differenziertem Journalismus bald von “20 Minuten” überrundet wird.

Wenn Suter nicht nur seinem anonymen Investoren verpflichtet ist, sondern in der BaZ wirklich etwas zu sagen hat, ist es an der Zeit, dass er einen Personalentscheid fällt. Entweder der Chefredaktor oder der Grossteil der Redaktion…

Aus der NZZ

Vizechef der «Basler Zeitung» hat genug
Unmut über Chefredaktor Somm steigt
Urs Buess, der stellvertretende Chefredaktor der «Basler Zeitung», tritt ab. Der Unmut über den rechtskonservativen Chefredaktor Somm steigt.

Francesco Benini

Der Abgang von Urs Buess, dem stellvertretenden Chefredaktor der «Basler Zeitung», soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Buess wollte auf Anfrage keinerlei Auskünfte geben. Auf der Redaktion des Blatts hat sich herumgesprochen, dass Buess seine Kündigung einreichen wird. Er wolle nicht länger mit Chefredaktor Markus Somm zusammenarbeiten.

Für die «Basler Zeitung» ist der Abgang ein herber Schlag. Buess kommt im Unterschied zu Somm aus der Region Basel, und er wurde von Verleger Moritz Suter verschiedentlich als Gegengewicht zu Somm gepriesen, als ein Garant für eine gewisse politische Ausgewogenheit. Somm ist seit seiner Zeit bei der «Weltwoche» auf SVP-Linie, Buess vertritt linksliberale Ansichten.

Ein Journalist der «Basler Zeitung» erklärt, Buess habe auf der Redaktion integrativ gewirkt; er habe ein sicheres Gespür im Umgang mit Menschen. Sein Abgang sei ein «Riesenverlust». Vor seinem Engagement bei der «Basler Zeitung» war Urs Buess unter anderem Inlandchef des Zürcher «Tages-Anzeigers» gewesen.

Am Montag gab es in Basel eine längere Aussprache zwischen der Redaktion und Chefredaktor Somm; auch zugegen war Verleger Moritz Suter. Die Diskussion nahm – je nach Auskunftsperson – einen «sehr negativen», «niederschmetternden» oder «katastrophalen» Verlauf. Chefredaktor Somm hielt den Journalisten offenbar vor, sie seien zu links, dächten zu wenig bürgerlich; die Redaktoren kritisierten im Gegenzug seinen Führungsstil. «In der über eineinhalbstündigen Aussprache gab es nicht eine einzige positive Wortmeldung zum Chefredaktor. Das muss man sich einmal vorstellen», sagt ein Journalist. Somm habe den Rückhalt der Redaktion fast vollständig verloren. Mehr als die Hälfte der Journalisten sei nun auf Stellensuche.

Vernichtend fallen auch die Kommentare über den Auftritt Moritz Suters aus. «Seine Sprüche, wonach wir alle am selben Strick ziehen müssten, können wir nicht mehr hören. Sie sind nur noch peinlich», meint ein Journalist. Suter brauche vor der Redaktion nicht länger den jovialen, fürsorgenden Patron zu geben, denn niemand nehme ihn noch ernst in dieser Rolle.

Laut der übereinstimmenden Aussage mehrerer Redaktoren wirkt der Flugunternehmer Moritz Suter als Verleger «fremdgesteuert». Er weigert sich bekanntzugeben, wer ihm das Geld für den Kauf der Basler Zeitung Medien gegeben hat. Suter hat, wie er selber erklärte, nur eine Million Franken aufgewendet – einen Bruchteil des Werts, den das Medienunternehmen mit 1100 Angestellten hat.

Somm sagte am Montag vor den Angestellten den bemerkenswerten Satz, dass er noch nie auf einer Redaktion gearbeitet habe, wo die Stimmung gut gewesen sei. «Wenn es so ist – dann muss das an Somm liegen», meint dazu ein Redaktor der «Basler Zeitung».

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Nuclear Age

Being at the cutting edge of new developments, not once but twice, has its price. I’m tempted to say let others stop just talking about it and try what it’s really like. But just to prove humans can actually learn from one another’s errors, we should probably just let this project fizzle out ASAP and leave it at that.

But enough of the cheap sarcasm

Donate for Japanese victims of the catastrophes

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Auf die Kleinen…

Seit längerem wieder mal ein Interview gefunden, das mit erhellenden Einsichten zum Verhalten der Schweizer StimmbürgerInnen an der Urne aufwartet. So zum Unterschied zwischen Wut und Ressentiments, warum sich der Frust nicht gegen die Mächtigen, sondern gegen die Machtlosen richtet, und was die Fasnacht allenfalls zu bieten hätte, um Abhilfe zu schaffen.

Wenn es nur etwas mehr Leute rechtzeitig gelesen hätten. (Auszüge weiter unten.)

Gerade hinsichtlich des heutigen Stimmergebnisses, das zeigt, dass ausgerechnet die Leute von Genf, den ganzen Jurabogen hoch bis Basel (plus ZH) der Bedrohung einer Bodeninvasion von ennet der Grenze eher gelassen entgegensehen, während die Bewohner des Reduits in den fernen Alpentälern die Vorstellung, ohne ihre – ungeladene – Armeewaffe sein zu  müssen, eher beunruhigend finden. So zumindest versteh ich das Ergebnis der Initiative “Für den Schutz vor Waffengewalt,” wenn ich mal von rationellen Überlegungen ausgehe. Aber gerade darin könnte ich falsch liegen..

Mehr dazu im Interview:

Rachel Vogt interviewt Daniel Strassberg in der WOZ.

Auszüge gibt’s hier:

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More chickens coming home to roost…

Truth Dig’s Barry Lando about the Jasmine Revolution in Tunisia and what I might call the next round of chickens coming home to roost.

With Friends like these, who needs Democracy?

The US are in a bit of a jam with facing the radical consequences of some of their best allies’ oppressive domestic policies. On the one hand the US relies on dodgy partners to keep a foot in the various strategically interesting regions of the world, not only to fight islamist terrorism and maintain a network of military bases around the world, but also to keep the doors open for US multinationals to earn themselves silly.

On the other hand, those same partners could hardly have more disregard for democratic principles, thus fostering local radical groups who–you guessed it–for lack of political alternatives, may end up joining religious fanatics as the only remaining opposition force in those countries.

Why does the current Tunisian people’s uprising against its dictator remind me of Algeria in the early 90s? Or the first free democratic elections in Gaza in 2006? I guess we’ll have to see if there will be new elections and if so, who gets all the votes and who of the international powers-that-be decide to accept the result of the elections, as they like to pretend they do. It is democracy at work, right?…

Granted, not all elections end up bringing peace-loving, harmony-seeking factions to power, but that is precisely the conondrum the western powers face: they’ve been scratching the backs and rocking the balls of dictators for too long to not be an accessory to creating the very radical atmosphere where such extreme groups evolve from. In short, they’ve been keeping the lids on those pots sealed a bit too tightly. And now that the chef’s gone and the lids on those pressure cookers are gradually popping off themselves,  they’re bound to end up making a mess in the kitchen… But even while the crap hits the ceiling, the US foreign and domestic policy is far from learning from its mistakes and from addressing lopsided power balances in the Middle East, for instance, or at home, to prevent the next outbreak of violence.

Assuming the Tunisian military actually agrees to hold free elections (not at all a sure thing), will the generals really throw open the doors to all political groups? Nationalists? Islamists? Marxists? Anti-militarists? What forces will roil to the surface after decades of political repression? Will they throw in their lot with America’s war against terror, or join the ranks of those in the Middle East who increasingly see what’s going on as America’s war against Islam? […]

There is no way, for instance, that Hosni Mubarak, who has ruled Egypt for 30 years, will permit a democratic opening. Thanks to his ironclad dictatorship, only one group has been able to organize politically, the Islamic radicals. More secular-minded opponents have been co-opted, imprisoned or cowed. The influence of the religious extremists has grown throughout the country. It’s only the military that stands between Mubarak and chaos.

Like a deer frozen in oncoming headlights, Washington seems immobilized. On the one hand, there’s the corrupt, despotic and failing Mubarak. But he’s a friend. On the other hand, free and fair elections would almost certainly bring leaders to power much more virulently anti-Israel and opposed to U.S. policies. Perhaps Washington is hoping for the Egyptian military to step in again to save itself and its privileges—and the U.S.

Elsewhere throughout the region, from Saudi Arabia to Jordan to Yemen to Ethiopia to Afghanistan and Pakistan, the picture seems markedly similar: U.S. allies are invariably corrupt dictators, maintained in power by lavish patronage and the military.

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Deutschland schafft sich öfters mal ab…

Passendes Interview zur und in der Zeit: Der Historiker Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin) über die Dynamik, die einen Völkermord wie den Holocaust der Nazis überhaupt möglich macht, über die Parallelen zwischen Antisemitismus und Anti-Islam-Propaganda à la Thilo Sarrazin oder Oskar Freysinger, und über die Aufgabe der HistorikerInnen, dafür zu sorgen, dass sowas wirklich “nie wieder” passiert.

ZEIT: Worin ähneln sich denn der Antisemitismus von damals und die populistische Stimmungsmache gegen den Islam heute?

Benz: Im 19. Jahrhundert hat sich das Instrumentarium des modernen Antisemitismus ausgebildet. Um zu legitimieren, dass Juden ausgeschlossen, verjagt, womöglich umgebracht werden sollen, musste man beweisen, dass diese Minderheit schädlich, gefährlich und böse ist. Man fand den Beweis dafür zunächst in der Religion und dann – das war damals neu – im Charakter der Gläubigen. Die Charaktereigenschaften leitete man aus der Religion ab. Den Talmud als böses Buch zu diffamieren war ein verbreitetes Mittel der antisemitischen Propaganda. In einem nächsten Schritt wurde der »jüdische Charakter« zum »Rassemerkmal« umgedeutet. Seit ein paar Jahren laufen ähnliche Prozesse im öffentlichen Sprechen über Muslime ab. Abermals wird eine religiöse Gruppe mit bestimmten Eigenschaften belegt, die aus Glaube und »Kultur« abgeleitet werden.

ZEIT: Statt Talmudhetze nun Koranhetze?

Benz: Überspitzt gesagt, ja. Jedenfalls werden gläubige Muslime dadurch zu einer potenziell »bösen Gruppe« erklärt. Sogar der Schritt, so etwas wie einen »muslimischen Charakter« biologisch festzuschreiben, ist vollzogen worden – von Thilo Sarrazin. Wobei ich eines klarstellen möchte, weil es immer wieder missverstanden wird: Ich setze nicht Muslime mit Juden gleich. Selbstverständlich gibt es islamistischen Terror und Fundamentalismus, das leugnet doch niemand, der noch seine fünf Sinne beisammen hat. Mir geht es darum, wie sich die Mehrheit der Bevölkerung gegenüber einer Minderheit verhält.

[…]

Benz: Wer antisemitische Vorurteile hegt, klagt gern über den angeblichen jüdischen Einfluss in der Presse oder an den Börsen. So etwas äußert man dann mit dem Zusatz »Aber das darf man ja nicht sagen«. Auf diese Weise steigert man noch das Gefühl der vermeintlichen Bedrohung: Die Fremden und ihre Helfershelfer wollen einem den Mund verbieten! Die populistische »Islamkritik« funktioniert ganz ähnlich. Da ist dann nicht die Rede von einer Weltverschwörung, aber von einer drohenden Islamisierung.

ZEIT: Der Antisemitismus greift außerdem auf tief verwurzelte historische Stereotype zurück.

Benz: Dasselbe finden Sie in den Warnungen vor dem Islam. Nach dem Muster: 1683 standen die Türken vor Wien, und wir haben sie abgewehrt, jetzt kommt der zweite Ansturm – deshalb: Minarettverbot! Im 19. und frühen 20. Jahrhundert sah das nicht anders aus. Zu jener Zeit waren es die Juden, die aus Polen hereinströmten. Vor ihnen warnte der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke mit seinem berüchtigten Satz »Die Juden sind unser Unglück«. Schon damals fürchtete man, dass Deutschland sich abschafft.

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Ich muss dir was zeigen…

Die Leute vom kleinen aber feinen Neuland Magazin bieten für 30 Tage lang einen Film als Stream an. Empfehlenswert.

«Ich muss dir was sa­gen» ist ei­ne Lang­zeit­do­ku­men­ta­ti­on über ei­ne Fa­mi­lie mit aus­ser­ge­wöhn­li­chen Zwil­lin­gen im Al­ter von vier Jah­ren: Os­kar und Leo. Os­kar ist seit sei­ner Ge­burt ge­hör­los, Leo hö­rend. Sie wach­sen ge­mein­sam mit ei­ner Spra­che auf, die in der Stil­le ih­re Ent­fal­tung fin­det: Ge­bär­den­spra­che.

Da der Film­re­gis­seur Mar­tin Nguy­en die Ge­bär­den­spra­che be­herrscht, ist für ihn ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­aus­tausch oh­ne Drit­te mög­lich. In sei­nem Film geht er der Fra­ge nach, was die Dia­gno­se «ge­hör­los» für die hö­ren­den El­tern San­dra und Ste­fan be­deu­tet. Das «Co­ch­lea Im­plan­tat», das Os­kar das Hö­ren er­mög­li­chen könn­te, steht seit sei­ner Ge­burt zur Dis­kus­si­on. Die El­tern ent­schlos­sen sich je­doch, zu­nächst die Ge­bär­den­spra­che in Kur­sen zu ler­nen und ih­re Kin­der mit der für sie frem­den Spra­che auf­zu­zie­hen. Os­kars Bru­der Leo wächst zwei­spra­chig auf, mit Ge­bär­den und der Laut­spra­che. Für Os­kar hin­ge­gen ist die Ge­bär­den­spra­che sein es­sen­ti­el­les Aus­drucks­mit­tel – sei­ne Mut­ter­spra­che.

Ich muss dir was sagen…

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Israeli soldiers breaking the silence

It is an open secret that the Israeli occupation of the West Bank mocks the notion of Israel being a democracy. Well, unless you are a majority member of the Knesset, of course, or you’re on AIPAC’s payroll, then that would be outrageous news to you.

Criticism of the occupation can be heard from all sorts of people around the world, civilian and official, more notably from the International Court of Justice in The Hague to the World Bank and the UN General Assembly. The generic answer to the allegations usually take the “well, you don’t know what it’s like to be threatened by the Arab world” or the “we won’t let THAT happen to us again” approach, alluding to the Shoa, aka the Holocaust. In summary, people who protest against the occupation of Palestinian lands are labelled outsiders talking from a high horse, or as even outright hating Jews in general.

So it’s particularly refreshing to hear detailed, vivid reports of first-hand experience from people who should really know best: Israeli soldiers occupying the West Bank and the Gaza Strip from 2000-2010. They are young kids doing their military service in order to grant Jewish settlers their boundless freedoms inside and around the settlements, which apparently means humiliating and brutalizing the Palestinian population for little or no reason at all, just to make sure they don’t start to feel at home on their land… or make it past the age of 40. So much most of us know already. But what that looks like in your everyday routine as a soldier of the “Israel Defense Force” comes to life in verbatim interviews with soldiers looking back at their service. If you’re going to believe anyone, it’s probably the people who committed the murders took part in the operations and pulled the triggers, beat the snot out of elderly villagers and just simply made regular, harmless people’s lives miserable. Because it would be too boring a day without. Take their word for it.

The NY Review of Books article is here.

An advance version of the book of interviews can be found here (pdf).

Read a (relatively harmless) excerpt now…

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Challonge!

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Gegenvorschlag zur Ausschaffungsinitiative

Schon die Vorstellung, dass ein sogenannter demokratischer Rechtstaat ein separates Ausländerrecht aufstellt und damit mit verschieden langen Ellen misst, ist in sich absurd. Ausserdem widerspricht es dem Grundsatz der Rechtsgleichheit.

Das dämliche am offiziellen Gegenvorschlag zur SVP-Initiative ist, dass auch dieser dieselbe kranke Logik anwendet wie das, worauf er reagiert, indem er gegenüber ausländischen GesetzesbrecherInnen andere Sanktionen zu verhängen sucht, als gegenüber Schweizer BürgerInnen. Die beiden Optionen sind eigentlich nur zwei Geschmacksrichtungen desselben, ekligen Breis. Die Scheindebatte wird geprägt von jenen, die den Rechtstaat systematisch demontieren, und die “Gegenseite” leistet dazu fatalerweise regelmässig Hilfe, statt eine echte alternative Vision zu entwerfen und die Grundfesten des Staates zu verteidigen. “They say jump, you say ‘how high?'”

Diese Vorstellung, dass Leute, die kein Schweizer Bürgerrecht haben (oder noch nicht sehr lange) deswegen nicht als Gleiche unter Gleichen hier leben dürfen, ist schon so fest verankert, dass uns die Perversion daran nicht mal mehr auffällt. Als nächstes kommt dann die Ausbürgerung von Second@s und Tercer@s, frei nach der Vererbungslehre à la SVP.

Der Arierausweis ist nur noch eine Frage von Monaten.

Hier eine Stellungsnahme der Demokratischen JuristInnen der Schweiz

Denn es geht auch anders. Ein wirklicher Gegenvorschlag, der mit der menschenfeindlichen Logik des “Andere raus!” bricht, könnte so aussehen, wie Franz Hohler es formuliert…

Ausländerrecht
Gegenvorschlag
Von Franz Hohler
Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 121 Abs. 3–5 (neu)
I
3 Im Wissen darum, dass ohne sie a. weder Häuser, Strassen noch Tunnels gebaut würden, b. weder Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Hotels und Restaurants betrieben würden, c. weder Abfall, Reinigung, Verkehr und Informatik bewältigt würden, bedankt sich die Schweizerische Eidgenossenschaft bei allen Ausländerinnen und Ausländern, die hier arbeiten. Sie gibt ihrer Freude darüber Ausdruck, dass sie mit ihrer Tätigkeit das Leben in unserem Lande ermöglichen, und heisst sie als Teilnehmer dieses Lebens willkommen.
4 Sie hofft, dass es ihnen gelingt, sich mit den hiesigen Gebräuchen vertraut zu machen, ohne dass sie ihre Herkunft verleugnen müssen.
5 Sollten sie straffällig werden, unterliegen sie denselben gesetzlichen Bestimmungen wie die Schweizer Bürgerinnen und Bürger.
II
Übergangsbestimmungen: Dieser Gegenvorschlag bedarf nicht der Volksabstimmung. Er tritt für jedermann vom Moment an in Kraft, da er dessen Richtigkeit erkannt hat.

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