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Palmöl ist schlecht für ihre Gesundheit…

Weiter gehts in der Serie um Palmöl und die dunklen Gestalten, die sich unter verschiedenen Deckmäntelchen an dem profitablen Geschäft bedienen.

Hier das, was mich ursprünglich auf das Thema gebracht hat. Ein Dokumentarfilm über die Machenschaften der kolumbianischen Regierung und deren Busenfreunde in der Industrie. Der Film zeigt eindrücklich, wie die Regierung und Industrie unter dem Vorwand einer ökologischen Revolution und Umstellung auf Nachhaltigkeit Palmöl für “Ökotreibstoff” anbauen, wie sie die Anbaugebiete in Wälder und Naturschutzzonen ausweiten und dabei gänzlich rücksichtslos und unter kompletter Ignoranz des Gesetzes gegen die Bevölkerung und die Flora und Fauna vorgehen.

Vertreibung, Entrechtung und Mord an den BewohnerInnen der Gegenden sind die eine Seite, Zerstörung der Waldgebiete (Hallo Ökotreibstoff?) und ein Ausbau der Militärdiktatur sowie weit um sich greifende Korruption in Kolumbien weitere von vielen.

Der Film dauert ca. 50 Minuten und ist äusserst empfehlenswert.

Der Palmölkrieg – Energiepflanzen vertreiben Kolumbiens Kleinbauern (SRF DOK vom 15.6.2009)

Vorher zu diesem Thema erschienen: Regenwald vs. Knusperknäuschen

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Regenwald vs. Knusperknäuschen

Als Auftakt zu einer Serie von Posts kommt ein Beitrag der Schweizer Sendung Kassensturz. Die Konsumentensendung steckt ihre Finger gern dort rein, wo’s den Produzenten von Waren und den AnbieterInnen von Dienstleistungen am meisten weh macht: sie macht publik, was in dem Zeug, das wir täglich kaufen drinsteckt und was man den KonsumentInnen lieber nicht so direkt aufs Brot gestrichen hätte. (Vorsicht Wortspiel!)

In diesem kurzen Ausschnitt (SRF Kassensturz vom 14.10.2008) wird eine Zutat in unzähligen Lebensmitteln angsprochen, von dem Otto und Erna NormalverbraucherIn wohl noch kaum gehört haben, oder sich eher selten den Kopf darüber zerbrechen, gerade weil’s recht harmlos tönt: Palmöl.

Eine Ölpalmenplantage auf Sumatra, wo auch der Orang-Utan zuhause wäre.

Eine Ölpalmenplantage auf Sumatra, wo auch der Orang-Utan zuhause wäre.

Das ist ein Fettstoff, der aus den Früchten der ursprünglich guineanischen Ölpalme gewonnen wird. Das Palmöl hat mehrere Vorteile, unter anderem, dass es billig ist, und das hat nicht zufällig damit zu tun, wo es angebaut wird: Hauptanbauländer sind Indonesien und Malaysia, in zunehmendem Masse mittlerweile auch Kolumbien und Brasilien. Und diese Länder haben alle etwas gemeinsam… Richtig: Ein tropisches Klima, wo alles gedeiht, und es gibt reichlich Platz für Plantagen – und zwar im Regenwald. Die Palmen wachsen dort selbstverständlich nicht inmitten der natürlichen Vegetation. Diese muss zuerst halt schon plattgemacht werden, damit die Monokultur auch schön spriessen kann. Das an und für sich wäre ja schon ekelhaft genug, doch dass die Regierungen, die solche Machenschaften der Unternehmen aktiv dulden, dies auch noch unter dem hübschen Mäntelchen der Ökobewegung zu tun versuchen, z.B. indem sie Palmöl als Ökokraftstoff anpreisen, oder indem sie sich auf selbsauferlegte Regeln der Palmölindustrie (RSPO, Roundtable on Sustainable Palm Oil) verlassen, die nur sich selber verpflichtet sind, raubt dem Produkt bereits jeden Glanz. Dazu kommt noch zu allem Überfluss, dass in den Regenwäldern Pflanzen, Tiere und Menschen leben, um die sich die Plantagenbesitzer tendenziell foutieren. Wer nicht flieht, geht in den Brandrodungen unter. Das alles und mehr sollte Grund genug sein, um dem Schmiergeschäft den Geld- und Ölhahn zuzudrehen.

Dies soll erst mal ein kleiner Vorgeschmack auf den üblen Nachgeschmack der Produkte sein, wo Palmöl drin steckt.

Fortsetzung: Palmöl ist schlecht für Ihre Gesundheit

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