Category Archives: sing along

On free backrubs online

Charlie Brooker takes the music streaming service Spotify (free for basic quota, paid for more or unlimited songs) as an opportunity to delve into the psyche of internet freeloaders who only seem to be reasonably satisfied if absolutely everything they’ve ever wished for is available for free at top notch quality with whipped cream and a cherry on top – forever.

Technology has left us hopelessly spoiled. We whine like disappointed emperors the moment it does anything other than pander to our every whim. If the internet gave free back rubs, people would complain when it stopped because its thumbs were sore.

I was going to give Spotify a free test-run myself, but it’s not available in my country. And they’re lagging behind on a free Linux version, too. Now that’s the last straw…

[Insert angry, hissy fit here.]

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Let it be…

I’m not sure how this came to be, but there’s something both fascinating and sad about all these people we once used to know…

Okay, I didn’t mean to spoil the fun, and those of you who understand Norwegian knew anyway – which I don’t, I had to look this up – but the video is a promo for the fourth season of Gylne Tider (Golden Times), a series on Norwegian TV. It’s basically a team of three guys that travel with a camera to meet their childhood heroes. Some of them are still famous, others have meanwhile had to get a dayjob, but they all seem like pretty good sports.

Show website

Wikipedia

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Aernschd Born – Fukushima Shuffle

Der Basler Liedermacher und Aktivist für Nie wieder Atomkraftwerke (NWA) Aernschd Born bringt’s singend und klampfend auf den Punkt. Für Ausserbasler sogar mit Untertiteln. Hat richtig Schmiss, wie die Alten früher sagten.

Das Lied sang er übrigens am vergangenen Ostermontag an der Demonstration des Basler Dreiländerecks gegen das Atomkraftwerk Fessenheim, das älteste Frankreichs, unpraktisch schön zentral zwischen Basel, Colmar, Mulhouse und Freiburg gelegen.

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Deutschland schafft sich öfters mal ab…

Passendes Interview zur und in der Zeit: Der Historiker Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin) über die Dynamik, die einen Völkermord wie den Holocaust der Nazis überhaupt möglich macht, über die Parallelen zwischen Antisemitismus und Anti-Islam-Propaganda à la Thilo Sarrazin oder Oskar Freysinger, und über die Aufgabe der HistorikerInnen, dafür zu sorgen, dass sowas wirklich “nie wieder” passiert.

ZEIT: Worin ähneln sich denn der Antisemitismus von damals und die populistische Stimmungsmache gegen den Islam heute?

Benz: Im 19. Jahrhundert hat sich das Instrumentarium des modernen Antisemitismus ausgebildet. Um zu legitimieren, dass Juden ausgeschlossen, verjagt, womöglich umgebracht werden sollen, musste man beweisen, dass diese Minderheit schädlich, gefährlich und böse ist. Man fand den Beweis dafür zunächst in der Religion und dann – das war damals neu – im Charakter der Gläubigen. Die Charaktereigenschaften leitete man aus der Religion ab. Den Talmud als böses Buch zu diffamieren war ein verbreitetes Mittel der antisemitischen Propaganda. In einem nächsten Schritt wurde der »jüdische Charakter« zum »Rassemerkmal« umgedeutet. Seit ein paar Jahren laufen ähnliche Prozesse im öffentlichen Sprechen über Muslime ab. Abermals wird eine religiöse Gruppe mit bestimmten Eigenschaften belegt, die aus Glaube und »Kultur« abgeleitet werden.

ZEIT: Statt Talmudhetze nun Koranhetze?

Benz: Überspitzt gesagt, ja. Jedenfalls werden gläubige Muslime dadurch zu einer potenziell »bösen Gruppe« erklärt. Sogar der Schritt, so etwas wie einen »muslimischen Charakter« biologisch festzuschreiben, ist vollzogen worden – von Thilo Sarrazin. Wobei ich eines klarstellen möchte, weil es immer wieder missverstanden wird: Ich setze nicht Muslime mit Juden gleich. Selbstverständlich gibt es islamistischen Terror und Fundamentalismus, das leugnet doch niemand, der noch seine fünf Sinne beisammen hat. Mir geht es darum, wie sich die Mehrheit der Bevölkerung gegenüber einer Minderheit verhält.

[…]

Benz: Wer antisemitische Vorurteile hegt, klagt gern über den angeblichen jüdischen Einfluss in der Presse oder an den Börsen. So etwas äußert man dann mit dem Zusatz »Aber das darf man ja nicht sagen«. Auf diese Weise steigert man noch das Gefühl der vermeintlichen Bedrohung: Die Fremden und ihre Helfershelfer wollen einem den Mund verbieten! Die populistische »Islamkritik« funktioniert ganz ähnlich. Da ist dann nicht die Rede von einer Weltverschwörung, aber von einer drohenden Islamisierung.

ZEIT: Der Antisemitismus greift außerdem auf tief verwurzelte historische Stereotype zurück.

Benz: Dasselbe finden Sie in den Warnungen vor dem Islam. Nach dem Muster: 1683 standen die Türken vor Wien, und wir haben sie abgewehrt, jetzt kommt der zweite Ansturm – deshalb: Minarettverbot! Im 19. und frühen 20. Jahrhundert sah das nicht anders aus. Zu jener Zeit waren es die Juden, die aus Polen hereinströmten. Vor ihnen warnte der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke mit seinem berüchtigten Satz »Die Juden sind unser Unglück«. Schon damals fürchtete man, dass Deutschland sich abschafft.

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Palestinian Hip-Hop

Pretty good look around rappers on the eastern Mediterranean, from Israel to the Palestinian Occupied Territories, Syria, Lebanon, etc. With a few videos which feature captions in English.

Rapping in Arabic, Hebrew and Aramaic by Robert Mackey in the NY Times.

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Genie und Blödsinn liegen nah beieinander…

Vor ziemlich genau einem Jahr am Römerfest in Augusta Raurica. Dutzende von Marktständen boten historisches Handwerk, Geköch und Textil-Gebastel in Schweinelatein an, um den Kindern die Welt der Römer ganz praktisch näher zu bringen. Dazu gehörte auch ein Stand, wo man aus einem Kloss Tonerde auf einem Wurstpappteller etwas römisch anmutendes herstellen konnte. Das könnte dann z.B so aussehen.

Kinder töpfern am Römerfest

Halt was man als kleineR RömerIn so braucht. Reiterfigürchen, ein lachendes Tongesicht, Teelichtlein oder ein Schälchen für Oliven/die ersten Milchzähne. Lässt sich später auch problemlos in einen Aschenbecher umfunktionieren… Das an den Tag gelegte handwerkliche Geschick reichte von gewissenhaft-einfach bis künstlerisch anspruchsvoll.

Ein Werk unter den zum Trocknen ausgelegten Artefakten stach jedoch durch sein besonderes je-ne-sais-quoi hervor…

"Ultras Inter"

Meine erste Reaktion war ein lautes Prusten, gefolgt von abgrundtiefem Kummer über das fehlende Verständnis für dieses ganze, aufwändig inszenierte Spektakel. Dass einem Kind der Sinn und Zweck des Römerfests so gründlich entgangen sein könnte, und ihm nichts besseres als eine platte Fussballphrase als Inspiration dienen mochte, obwohl er von verdammt echt wirkenden römischen Soldaten, Boxkämpfern und reihenweise Kostümen und sonstigem Gedöns umzingelt war…

Doch einige Tage darauf zweifelte ich an meinem schnellen Urteil. Was vollkommen deplatziert schien, ergab plötzlich verdammt viel Sinn. Besser noch, vielleicht hatte der/die Unbekannte (nehmen wir mal an, es war ein Junge) als praktisch einziger den wahren Geist der römischen Kultur erfasst und äusserst prägnant auf die heutige Zeit übertragen. Schliesslich atmete das römische Reich geradezu den Krieg und die Unterwerfung. An einem so weit entfernten Grenzposten wie Augusta Raurica, wo ein guter Teil der Bevölkerung wohl aus den stationierten Soldaten, zum Schutz vor den Barbaren ennet des Rheins, bestand, erst recht. Wer an einem Wochenende schon mal in einem Zugabteil voller räudiger Infanteristen mitgefahren ist, weiss, was ich meine. Und dennoch finden sich in Augusta Raurica auch das Amphitheater, der Zirkus und weitere Zeugnisse von Kunst und Unterhaltung. Die römische Kultur umfasste also unbedingt beides. Was passt da besser, als ein Spruch, der gleichzeitig für die Leidenschaft für körperliche Ertüchtigung auf höchstem Niveau wie auch für rohe Gewalt schlechthin steht? Ultras Inter. Die Boys von der Mailänder Nordkurve zelebrieren im Grunde die römischen Zirkusspiele weiter, und wie in der Arena damals, geht es auch im Fussball immer um Leben und Tod. Männer unter sich. Nackte Oberkörper. Gegröhle aus vollen Kehlen. Wir gegen die anderen. Singen, tanzen und eins auf die Mütze, um den kalten Alltag zu vertreiben. Und wer wirklich verdient, zu leben oder zu sterben, wird immer noch hoch oben auf den Rängen per Handzeichen entschieden. Grossartig.

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Zum Glück gibt’s Silvio!

Kleine Vorschau auf Erik Gandinis aktuellen Kinofilm über Silvio Berlusconis medial gestützte Politkarriere. Darüber schüttelt man sogar den Kopf, wenn man “Tutti Frutti” noch irgendwie lustig fand…

Selbstbeweihräucherung Marke Berlusconi

Den Beitrag, den die Sendung “Box Office” auf SF1 darüber gesendet hat, kann man hier sehen. (Klick aufs Bild.) Schrecklich, wie der Film meine Befürchtungen bestätigt.

Interessant dabei das leicht ungelenke Lob eines seines Kumpanen:

“Silvio Berlusconi ist ein grosser Mann. Er ist ein grosser Führer. Er benutzt nicht die gleichen Methoden und hat nicht die gleiche Ideologie […] wie Benito Mussolini, aber er ist trotzdem eine grosse Persönlichkeit.”

Wenn das ist, was deine Freunde über dich als Kompliment sagen, dann ist irgendwas falsch gelaufen…

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How to Report the News…

Charlie Brooker of Newswipe fame, his weekly commentary on media reports, straight from his living room couch, as it were. Tuesnights on BBC 4. Spot-on every time. And this one is no exception. He nails the media stereotypes to a tee. Awesome.

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Bubbles and depressions

Another fine article by Matt Taibbi about the bailout economy and how the banks are running a giant con game on the taxpayer. If you have the stomach to read it, that is. Here’s one excerpt about how the toxis asset bubble is now reinflating:

One trader, who asked not to be identified, recounts a story of what happened with his hedge fund this past fall. His firm wanted to short — that is, bet against — all the crap toxic bonds that were suddenly in vogue again. The fund’s analysts had examined the fundamentals of these instruments and concluded that they were absolutely not good investments.

So they took a short position. One month passed, and they lost money. Another month passed — same thing. Finally, the trader just shrugged and decided to change course and buy.

“I said, ‘Fuck it, let’s make some money,'” he recalls. “I absolutely did not believe in the fundamentals of any of this stuff. However, I can get on the bandwagon, just so long as I know when to jump out of the car before it goes off the damn cliff!”

This is the very definition of bubble economics — betting on crowd behavior instead of on fundamentals. It’s old investors betting on the arrival of new ones, with the value of the underlying thing itself being irrelevant. And this behavior is being driven, no surprise, by the biggest firms on Wall Street.

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Gil Scott-Heron is back with the devil

Gil Scott-Heron ist back. For those who don’t know him, he was one of the most outspoken black poets and social critics of the 70ties. He is widely considered to be a frontrunner for modern hiphop. His most famous poem is “The revolution will not be televised”.

The Guardian has an interview up now:

“People keep saying I disappeared,” the singer tells me, laughing heartily, when I speak to him. “Well, that’s a gift I didn’t know I had. You ever see someone disappear? That makes me a superhero, right?”

The humour, though, conceals a great deal of heartbreak and an epic struggle with addiction, both of which are referred to obliquely on his raggedly brilliant version of Robert Johnson’s “Me and the Devil” on the new album. “Early this mornin’, when you knocked upon my door”, he sings, “And I said, “Hello, Satan, I believe it’s time to go.”

Though Gil Scott-Heron insists he did not disappear, that he kept playing club gigs in America and did the occasional tour, that he was writing, if not recording, the news that kept on filtering back from his long winter in America was always bleak. It seemed at times as if the most astute musical social commentator of the 70s and 80s had metamorphosed into a character from one of his own sad songs of suffering and struggle. On the sombre and still-startling “Home Is Where The Hatred Is”, recorded in 1971, he described a junkie trapped in a blighted inner-city ghetto who lived inside “white powder dreams”. Thirty-odd years later, he seemed to be living those lyrics.

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