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Kinderspiel: Sammelaktion für Kinder in Asylzentren in Basel

Wer in den letzten Tagen die Zeitung durchgeblättert hat, ist bestimmt auch auf die Meldung gestossen, dass AsylbewerberInnen in der Unterkunft Hochfeld in Bern gegen die Zustände in der unterirdischen provisorischen Bleibe protestierten. (Vollartikel hier. Newsnetz)

Am schlimmsten scheint es die Kinder zu treffen. Die Rede ist von circa 24 Kindern im Alter von 1 bis 15 Jahren. Zur genauen Anzahl gibt der kantonale Migrationsdienst keine Auskunft. Laut Aussagen einer Asylbewerberin und Mutter gibt es für die Kleinen weder Spielsachen noch eine kindergerechte Infrastruktur. Dazu komme, dass die Kinder nicht auf dem Pausenplatz und dem nahegelegenen Spielplatz spielen dürften. Sie litten unter Schlafstörungen. «Es ist laut, der Fernseher ist die ganze Nacht eingeschalten», sagt sie.

Die Bewegungsmelder in den Schlafzimmern sorgten dafür, dass das Licht bei jedem, der hinausgeht oder hereinkommt, einschalte und alle aufwecke, so eine ehrenamtliche Helferin. «Die Kinder wissen nicht mehr, wann Morgen und wann Abend ist.» Falls sie doch einmal schlafen und deshalb das Essen verpassen, müssen sie, laut der Frau, bis zur nächsten Mahlzeit mit knurrendem Magen ausharren.

Aufgerüttelt durch solche Zustände haben sich ein paar engagierte Leute spontan entschlossen, für diese Kinder, und solche in ähnlichen Situationen wenigstens etwas zum Spielen oder Lesen zu organisieren. Der Aufenthalt in einem Aufnahmezentrum, während der Asylprozess läuft, ist sicher schon verstörend genug für Kinder und Jugendliche. Die Reise bis in die Schweiz kann ich mir nicht einmal vorstellen, und die ungewisse Zukunft hilft da sicher auch nicht, um die Stimmung zu heben. Das Mindeste ist, dass die Kinder wenigstens ein paar nette Spielsachen und Büchlein haben, um die Zeit etwas erträglicher zu gestalten und um etwas Kindheit zurückzugewinnen. Ein Paket für die Kinder im Hochfeld ist schon unterwegs. Weitere Leute sammeln für Kinder von AsylbewerberInnen in ihren Städten. So auch ich.

Für das Erstaufnahmezentrum im Gundeli, in Basel, sammle ich gut erhaltene, einfache aber solide Spielsachen und Kinderbücher für Kinder und Jugendliche.
Wer etwas abzugeben hat, darf sich bitte bei mir melden. Es muss nicht viel sein. Ein Puzzle, eine Puppe, ein-zwei Bücher, eine Kiste Lego, oder auch Malsachen sind schon super.

Bei Büchern möchte ich zu bedenken geben, dass zwar alle AsylbewerberInnen einen Deutschkurs besuchen. Doch sollte man gerade bei Neuankömmlingen von eher bescheidenen Sprachkenntnissen ausgehen. Bilderbücher sind vielleicht eher geeignet. Die grössten Herkunftsländer der BewohnerInnen sind übrigens Eritrea, Afghanistan und Syrien.

Meldet euch bei mir per Mail bei kinderspiel[at]nurfuerspam.de, oder per Kommentar zu diesem Post. Je nach Möglichkeiten komme ich die Sachen selber abholen, oder ich gebe die Adresse durch, wo man die Sachen abgeben kann. Der Heimleiter freut sich bereits!

Hier noch ein paar Infos zum Asylverfahren in Basel-Stadt.

Herzlichen Dank.

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Schreiner gesucht…

Aus dem St. Galler Tagblatt.

Rückmeldungen bitte an unten stehende Adresse.

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Pragmatismus heilt den Nahen Osten

Ein wohltuend nüchterner Kommentar vom ehemaligen Leiter der Yad Vashem Holocaust-Gedenkstätte und Forschungszentrum, Yehuda Bauer, zur bevorstehenden UNO-Abstimmung über die Anerkennung eines palästinensischen Staates. Solche Leute sollte man an Verhandlungen schicken…

Aus Süddeutsche Zeitung

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Colbert on O’Reilly’s…

Make that “on O’Reilly’s sack.”

In a match of wits, the two TV pundits exchange pleasantries and insights as Colbert offers his full adulation to his idol: the one and only Papa Bear.

What’s amazing is that Colbert not once breaks character as a staunch advocate of conservative politics, even as he’s taking the piss like a horse, and production assistants behind the cameras giggle audibly, and that O’Reilly, in turn,  not once breaks the Fox News mold of naive sternness, alternating with helpless puzzlement at the world as a whole. O’Reilly seems so hellbent to not be pulled in by Colbert and win the shiny, imaginary Fox News trophy of non-satire, he can’t even manage a single funny comeback. It’s like watching a professional carpenter bringing a file to a nailing.

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Mitts up for Romney!

In his recurring and stellar segment “The Word”, Stephen Colbert makes a case for Mitt Romney’s presidential candidacy. After all, with the kind of record as a business man that Romney boasts, America can only turn out a lot slimmer, healthier and more profitable. – Or, then again, not.

If only his companies still existed to tell their stories of success.

(Click image for the video.)

Romney 2012 - Sometimes Good

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On free backrubs online

Charlie Brooker takes the music streaming service Spotify (free for basic quota, paid for more or unlimited songs) as an opportunity to delve into the psyche of internet freeloaders who only seem to be reasonably satisfied if absolutely everything they’ve ever wished for is available for free at top notch quality with whipped cream and a cherry on top – forever.

Technology has left us hopelessly spoiled. We whine like disappointed emperors the moment it does anything other than pander to our every whim. If the internet gave free back rubs, people would complain when it stopped because its thumbs were sore.

I was going to give Spotify a free test-run myself, but it’s not available in my country. And they’re lagging behind on a free Linux version, too. Now that’s the last straw…

[Insert angry, hissy fit here.]

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Aernschd Born – Fukushima Shuffle

Der Basler Liedermacher und Aktivist für Nie wieder Atomkraftwerke (NWA) Aernschd Born bringt’s singend und klampfend auf den Punkt. Für Ausserbasler sogar mit Untertiteln. Hat richtig Schmiss, wie die Alten früher sagten.

Das Lied sang er übrigens am vergangenen Ostermontag an der Demonstration des Basler Dreiländerecks gegen das Atomkraftwerk Fessenheim, das älteste Frankreichs, unpraktisch schön zentral zwischen Basel, Colmar, Mulhouse und Freiburg gelegen.

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Basler Zeitung: Ohne uns

Zu gut, um es in den neuen Schlagzeilen untergehen zu lassen… und weil die Baz selber bisher nicht darüber berichtet…

Vizechefredaktor verlässt seinen Posten neben Markus Somm, die Redaktion drischt auf ihren Chefredaktor ein, und dem anfangs mit Fanfaren empfangenen Heilsbringer Moritz Suter gehen langsam aber sicher die Vorschusslorbeeren aus. Das muss wehtun. Vor allem weil wohl die Operation “Eine neue Gallionsfigur gegen den Abo- und Werbeschwund” durchsichtig wird, und wenn, wie immer, die besten RedaktorInnen zuerst neue Stellen woanders gefunden haben, die Basler Zeitung in punkto differenziertem Journalismus bald von “20 Minuten” überrundet wird.

Wenn Suter nicht nur seinem anonymen Investoren verpflichtet ist, sondern in der BaZ wirklich etwas zu sagen hat, ist es an der Zeit, dass er einen Personalentscheid fällt. Entweder der Chefredaktor oder der Grossteil der Redaktion…

Aus der NZZ

Vizechef der «Basler Zeitung» hat genug
Unmut über Chefredaktor Somm steigt
Urs Buess, der stellvertretende Chefredaktor der «Basler Zeitung», tritt ab. Der Unmut über den rechtskonservativen Chefredaktor Somm steigt.

Francesco Benini

Der Abgang von Urs Buess, dem stellvertretenden Chefredaktor der «Basler Zeitung», soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Buess wollte auf Anfrage keinerlei Auskünfte geben. Auf der Redaktion des Blatts hat sich herumgesprochen, dass Buess seine Kündigung einreichen wird. Er wolle nicht länger mit Chefredaktor Markus Somm zusammenarbeiten.

Für die «Basler Zeitung» ist der Abgang ein herber Schlag. Buess kommt im Unterschied zu Somm aus der Region Basel, und er wurde von Verleger Moritz Suter verschiedentlich als Gegengewicht zu Somm gepriesen, als ein Garant für eine gewisse politische Ausgewogenheit. Somm ist seit seiner Zeit bei der «Weltwoche» auf SVP-Linie, Buess vertritt linksliberale Ansichten.

Ein Journalist der «Basler Zeitung» erklärt, Buess habe auf der Redaktion integrativ gewirkt; er habe ein sicheres Gespür im Umgang mit Menschen. Sein Abgang sei ein «Riesenverlust». Vor seinem Engagement bei der «Basler Zeitung» war Urs Buess unter anderem Inlandchef des Zürcher «Tages-Anzeigers» gewesen.

Am Montag gab es in Basel eine längere Aussprache zwischen der Redaktion und Chefredaktor Somm; auch zugegen war Verleger Moritz Suter. Die Diskussion nahm – je nach Auskunftsperson – einen «sehr negativen», «niederschmetternden» oder «katastrophalen» Verlauf. Chefredaktor Somm hielt den Journalisten offenbar vor, sie seien zu links, dächten zu wenig bürgerlich; die Redaktoren kritisierten im Gegenzug seinen Führungsstil. «In der über eineinhalbstündigen Aussprache gab es nicht eine einzige positive Wortmeldung zum Chefredaktor. Das muss man sich einmal vorstellen», sagt ein Journalist. Somm habe den Rückhalt der Redaktion fast vollständig verloren. Mehr als die Hälfte der Journalisten sei nun auf Stellensuche.

Vernichtend fallen auch die Kommentare über den Auftritt Moritz Suters aus. «Seine Sprüche, wonach wir alle am selben Strick ziehen müssten, können wir nicht mehr hören. Sie sind nur noch peinlich», meint ein Journalist. Suter brauche vor der Redaktion nicht länger den jovialen, fürsorgenden Patron zu geben, denn niemand nehme ihn noch ernst in dieser Rolle.

Laut der übereinstimmenden Aussage mehrerer Redaktoren wirkt der Flugunternehmer Moritz Suter als Verleger «fremdgesteuert». Er weigert sich bekanntzugeben, wer ihm das Geld für den Kauf der Basler Zeitung Medien gegeben hat. Suter hat, wie er selber erklärte, nur eine Million Franken aufgewendet – einen Bruchteil des Werts, den das Medienunternehmen mit 1100 Angestellten hat.

Somm sagte am Montag vor den Angestellten den bemerkenswerten Satz, dass er noch nie auf einer Redaktion gearbeitet habe, wo die Stimmung gut gewesen sei. «Wenn es so ist – dann muss das an Somm liegen», meint dazu ein Redaktor der «Basler Zeitung».

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Nuclear Age

Being at the cutting edge of new developments, not once but twice, has its price. I’m tempted to say let others stop just talking about it and try what it’s really like. But just to prove humans can actually learn from one another’s errors, we should probably just let this project fizzle out ASAP and leave it at that.

But enough of the cheap sarcasm

Donate for Japanese victims of the catastrophes

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Auf die Kleinen…

Seit längerem wieder mal ein Interview gefunden, das mit erhellenden Einsichten zum Verhalten der Schweizer StimmbürgerInnen an der Urne aufwartet. So zum Unterschied zwischen Wut und Ressentiments, warum sich der Frust nicht gegen die Mächtigen, sondern gegen die Machtlosen richtet, und was die Fasnacht allenfalls zu bieten hätte, um Abhilfe zu schaffen.

Wenn es nur etwas mehr Leute rechtzeitig gelesen hätten. (Auszüge weiter unten.)

Gerade hinsichtlich des heutigen Stimmergebnisses, das zeigt, dass ausgerechnet die Leute von Genf, den ganzen Jurabogen hoch bis Basel (plus ZH) der Bedrohung einer Bodeninvasion von ennet der Grenze eher gelassen entgegensehen, während die Bewohner des Reduits in den fernen Alpentälern die Vorstellung, ohne ihre – ungeladene – Armeewaffe sein zu  müssen, eher beunruhigend finden. So zumindest versteh ich das Ergebnis der Initiative “Für den Schutz vor Waffengewalt,” wenn ich mal von rationellen Überlegungen ausgehe. Aber gerade darin könnte ich falsch liegen..

Mehr dazu im Interview:

Rachel Vogt interviewt Daniel Strassberg in der WOZ.

Auszüge gibt’s hier:

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