A propos behindert…

Heute ein Besuch bei der Abteilung Gleichstellung und Integration.

Wer findet den Fehler…?
(Klick aufs Bild für Originalgrösse)

Na?…

Hier weiterlesen…

Die Abteilung Gleichstellung und Integration des Basler Präsidialdepartements leistet zweifellos wertvolle Arbeit, für Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder ihrer Behinderung in Alltag und Beruf mit schlechteren Karten dastehen… Irgendwo… Würde ich mal schwer hoffen.

Nur sollte man die Abteilung auch an ihren eigenen Worten messen dürfen (und an dem Gebäude, in dem dieselbe Abteilung einige ihrer Büros einrichtet.)

Es wirkt etwas fragwürdig, wenn Leute, deren hehrer Auftrag die Gleichstellung und Integration von Randgruppen ist, ausgerechnet am Marktplatz, über der Brasserie Baslerstab, ein Büro beziehen.

Die Liegenschaft ist zurzeit leider nicht rollstuhlgängig.

Wow. Da hat wohl jemand sein Pflichtenheft verhühnert…

Sicher ist: dieser Standort hat sich keinE BehindertEr ausgesucht. Das wäre böse Verleumdung gegenüber Behinderten.

Die würden sich vielleicht beschweren, aber der Beauftragte für die Gleichstellung von Behinderten hat offenbar ebenfalls nicht vor, mit seiner Zielgruppe in persönlichen Kontakt zu treten. Er hat sich in elegante Höhen verzogen: Die Martinsgasse 16, an schönster Lage auf dem Rheinsprung, hoch über dem Marktplatz und inmitten der bürgerlichen Stadtpaläste, ist gerade für Menschen mit einer Gehbehinderung einer der unmöglichsten Orte in der ganzen Stadt. Es gibt nur einen einzigen, zumutbaren (Um)Weg, um dort nur schon vors Gebäude zu kommen, wenn man schlecht zu Fuss ist. Der Rest sind Treppen, steile Fusswege und Kopfsteinpflaster. Und selbst wenn man’s geschafft hat, macht einem das Innere der Gebäulichkeiten hundert pro auch noch einen Strich durch die Scheissplackerei Rechnung.

Hätte die Abteilung ihre eigene Medizin gefressen und selber schon mal einen körperlich behinderten Menschen angestellt, wäre das bestimmt schon jemandem aufgefallen.

Einige der selbst gelegten Schwerpunkte der Fachstelle für die Integration von Behinderten:

Erhalt und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen beim Arbeitgeber BASEL-STADT und bei privaten Arbeitgebern…

… Der Fachbereich vertritt ausserdem die Interessen behinderter Menschen bezüglich Gleichstellung und Integration in der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt und berät die Träger und Institutionen der kantonalen Behindertenhilfe bei der Integration behinderter Menschen ins öffentliche Leben.

Mit einer Interessenvertretung wie dieser, wer braucht da noch eine Behinderung?

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Filed under but seriously..., Schöner Wohnen, [andbehold]

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