Out of sight, out of our minds… (English/Deutsch)

This gentleman Captain Charles Moore has had a rare and dubious pleasure seldom had these days. He discovered a new continent in the Pacific Ocean in 1997. It’s twice the size of Texas, or four times that of Germany.

Trouble is, it’s made of floating plastic.

Actually, although most accounts speak of “a patch”, they are two. One west and one east of Hawaii. Sort of telling for what we humans must have on our eyes to not see what we’re doing here…

The pacific currents whirl all the trash up into two floating continents of poisonous junk.

The pacific currents whirl all the trash up into two floating continents of poisonous junk.

That’s where all the plastic from the Pacific rim gathers up and makes visible how much junk is not just floating around (plastic never biodegrades), but it’s ground up by the waves and the small particles get into the food chain, all the way through all the stomachs of animals, right into ours, too. As if that weren’t enough, plastic accumulates certain toxins… better watch yourself…

How about a dreamy Hawaiian sunset on Kamilo beach?

How about a dreamy Hawaiian sunset on Kamilo beach?

Und für unsere Deutschlesenden, hier ein Artikel aus dem NZZ Folio, das aus Gesprächen mit selbigem Herrn entstand und eindrücklich erzählt, was an all dem Plastik im Ozean falsch ist.

Peter Haffner – Eine Ahnung von Apokalypse (NNZ Folio)

Angetrieben von Winden und der Erdrotation, bilden die Meeresströmungen im Hochdruckgebiet des «North Pacific Gyre» einen gigantischen Wirbel, der sich im Uhrzeigersinn dreht und Treibgut sammelt von den Küsten Japans und Chinas sowie der Pazifikküste von Mexiko, Nordamerika und Kanada. Ein Plasticbecher, der am Strand von San Francisco ins Meer gerät, wird vom Kalifornienstrom in Richtung Mexiko getragen, wo er auf den Nordäquatorialstrom trifft, der ihn auf den Weg nach Asien bringt, wo ihn der Kuroshio erfasst und wieder ostwärts schaukelt, bis ihn der Nordpazifikstrom übernimmt und an Hawaii vorbei in den «Garbage Patch» transportiert. Ein Jahr brauche es, sagt Moore, bis Abfall aus Asien in dieser Endlagerstätte sei, und mehrere Jahre, wenn er aus Amerika komme.

Bis vor einem halben Jahrhundert war dieses Treibgut harmlos; Holz, das verrottete, Seile, die sich zersetzten, Glas, das schliesslich sank. Seit Beginn der Massenproduktion von Plastic ist das anders. Rund drei Millionen Tonnen Kunststoff, wird geschätzt, schwimmen in den beiden Teilen des «Great Pacific Garbage Patch», von dem der eine östlich, der andere westlich von Hawaii liegt…

Den unberührten Strand der Ferienwerbung gibt es nirgends mehr. Moore zeigt eine Probe vom Kamilo Beach in Hawaii, wo es bis in eine Tiefe von rund dreissig Zentimetern mehr Plasticpartikel als Sandkörner gibt. «Die Strände der Welt werden langsam, aber stetig plastifiziert», sagt er. Das ist mehr als ein ästhetisches Problem. Gemäss dem Bericht des Unep sterben eine Million Seevögel pro Jahr, weil sie Plastic mit Futter verwechseln. Hunderttausend Meeressäuger und Schildkröten verenden in Fischernetzen oder wachsen verkrüppelt auf, wie «Mae West», die Schildkröte eines Tierpflegers in New Orleans, deren Panzer in der Mitte von einem Plasticring zur Wespentaille geschnürt wurde…

Besorgniserregender ist jedoch, was der japanische Geochemiker Hide­shige Takada, ein Bundesgenosse von Captain Moore, herausgefunden hat. Man weiss, dass Plastic wie ein Schwamm wirkt für polychlorierte Biphenyle (PCB) und andere Gifte. Zwar sind die Weichmacher seit bald vier Jahrzehnten verboten, nachdem sich mit dem Auftreten hermaphroditischer Fische und Eisbären gezeigt hat, dass sie den Hormonhaushalt schädigen. Doch Plastic, das zuvor produziert wurde, wird die Ozeane weiterhin mit PCB kontaminieren. Takada fand heraus, dass Plasticstücke, die von Papageientauchern gefressen werden, wegen ihrer Schwammwirkung Schadstoffe in einer millionenmal stärkeren Konzentration enthalten als das Wasser, aus dem sie stammen.

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