Mal wieder was politisches…

Folgender Auszug ist aus dem TAZ-Archiv. Der dort beschriebene Zusammenhang ist nicht neu, muss aber wiederholt werden. Anhand von WTO, EU und transnationalen Konzernen wird wieder einmal exemplarisch gezeigt, wie überregionale Institutionen benutzt werden, um die Reste unserer Demokratie auszuhebeln. Vielleicht auch ein Post unter der Rubrik warum die Schweiz bloss nicht in die EU eintreten sollte…

taz.de – Archiv

Die EU-Kommission wird auch nicht demokratisch gewählt, sie muss sich gegenüber den Völkern Europas bekanntlich nicht rechtfertigen für das, was sie tut. In Griechenland werden Parlament und Regierung gewählt vom Volk. In Oberösterreich auch.

Und dort will die Mehrheit der Bauern, der Menschen, der Parlamente und der Regierungen keine Ausbringung genveränderter Organismen (GVO). Sie fürchten, dass diese Pflanzen andere, gentechnisch nicht veränderte Pflanzen “kontaminieren”, also auskreuzen und damit die Ernten aus natürlichen Pflanzen genetisch verderben.

Das schlimme ist natürlich, dass es wieder einmal um kurzfristige Profite geht. Langzeiteffekte und Worst-Case-Szenarien spielen keine Rolle. Wieso auch, allfällige negative Externalitäten müssen ja auch
nicht die Verursacher übernehmen. Erinnert irgendwie an die Diskussion über die Höhe der Versicherungssumme bei einem Kernkraftunfall in der Schweiz.

20minuten.ch: Schweizer Tschernobyl würde 4000 Milliarden kosten – News

Rudolf Rechsteiner (SP/BS) zitierte eine Studie des Bundesamts für Zivilschutz, wonach eine Reaktorkatastrophe in der Schweiz Schäden in der Höhe von 4000 Milliarden Franken verursachen würde.

Das habe ich jetzt nur im 20minuten gefunden, also bitte mit Vorsicht geniessen.

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4 Comments

Filed under Demokratie, Law and Ordure, Schöner Wohnen

4 responses to “Mal wieder was politisches…

  1. andbehold

    Das mit der Schätzung zu einem Nuklear-GAU war auch in der WOZ drin, in einem ziemlich langen Artikel. Fazit: die Zahl ist geschätzt, aber das Schadensausmass liesse sich eigentlich nicht beziffern.
    Zitat: Dass die Folgeschäden eines Super-GAUs gigantisch wären, bestreitet Balmer nicht: «Wenn zum Beispiel die ganze Schweiz verstrahlt wäre – dann müssen Sie fragen: Was ist die Schweiz wert?», doch das könne sein Amt nicht berechnen, das müssten andere tun.

    http://www.woz.ch/artikel/rss/15668.html
    Lesenswert!

    Wie hoch die wirkliche Schadensgrösse auch ausfallen mag, die aktuellen 4.8 Milliarden, die für alle 5 AKWs zusammen reichen sollen, sind wohl, gelinde gesagt, ein schlechter Witz.
    Die Frage dabei ist natürlich nicht, wieviel Geld die Versicherung zahlen soll, damit ein AKW bedenkenlos wird, sondern ob man von Nuklearstrom noch als gangbare Möglichkeit spricht, wenn man die realistischen Kosten und Gefahren voll draufrechnet. (Neue Föhnfrisur inklusive.)

  2. andbehold

    Nachtrag: wir müssen was mit der Schriftfarbe machen. Das Zeug ist ja nicht lesbar… oder?

  3. andbehold

    BaZ-Artikel von gestern:
    Debatte um Haftungssumme gerät zum AKW-Glaubensstreit
    http://tinyurl.com/6jqzh2

    Weiss nicht, was man mit 1.8 Milliarden machen soll, wenn die Scheisse mal um die Ohren fliegt. Schon allein die Kosten für den Polizeieinsatz um die Gegend langfristig abzusperren dürften höher sein. Geschweige denn von Jahrzehnten, wo die Schweiz praktisch unbewohnbar wird, und das Wasser, das von unserem Alpmassiv in die Welt raus fliesst (Rhein, Rhone)… etc etc.

  4. louiszyphire

    Ja, höherer Kontrast wäre besser…

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