Die Leute vom kleinen aber feinen Neuland Magazin bieten für 30 Tage lang einen Film als Stream an. Empfehlenswert.
«Ich muss dir was sagen» ist eine Langzeitdokumentation über eine Familie mit aussergewöhnlichen Zwillingen im Alter von vier Jahren: Oskar und Leo. Oskar ist seit seiner Geburt gehörlos, Leo hörend. Sie wachsen gemeinsam mit einer Sprache auf, die in der Stille ihre Entfaltung findet: Gebärdensprache.
Da der Filmregisseur Martin Nguyen die Gebärdensprache beherrscht, ist für ihn ein Kommunikationsaustausch ohne Dritte möglich. In seinem Film geht er der Frage nach, was die Diagnose «gehörlos» für die hörenden Eltern Sandra und Stefan bedeutet. Das «Cochlea Implantat», das Oskar das Hören ermöglichen könnte, steht seit seiner Geburt zur Diskussion. Die Eltern entschlossen sich jedoch, zunächst die Gebärdensprache in Kursen zu lernen und ihre Kinder mit der für sie fremden Sprache aufzuziehen. Oskars Bruder Leo wächst zweisprachig auf, mit Gebärden und der Lautsprache. Für Oskar hingegen ist die Gebärdensprache sein essentielles Ausdrucksmittel – seine Muttersprache.

